Zum dritten Mal luden das Pfarrteam und der Pfarrgemeinderat gemeinsam mit Pfarrer Richard zum Mitarbeiterfest in den Pfarrgarten ein. Sehr viele folgten dieser Einladung, verbrachten einen frohen Abend mit viel Lachen, schönen Begegnungen und einem guten Essen und guten Wein. Auch ein kleiner Regenguss zu Beginn konnte die Freude nicht trüben.
Pfarrer Richard dankte in seiner Rede zu Beginn von Herzen allen, die sich mit ihren Talenten, ihrer Zeit und ihrem Herzen einbringen.
Eine Pfarre ist ja wie ein großes Haus. Von außen sieht man den Kirchturm, die Gottesdienste, die Feste und Veranstaltungen. Aber was dieses Haus wirklich trägt, sind die vielen Menschen, die oft im Hintergrund wirken, jene, die vorbereiten, organisieren, schmücken, musizieren, begleiten, zuhören, verwalten, reparieren, putzen, planen, kochen, beten und einfach da sind, wenn sie gebraucht werden. Viele dieser Dienste werden kaum wahrgenommen. Man bemerkt sie oft erst, wenn sie fehlen würden.
Kirche entsteht dort, wo Menschen nicht fragen: „Was bekomme ich dafür?“, sondern „Was kann ich beitragen?“. Ihr alle tut genau das. Ihr schenkt etwas von eurer Lebenszeit – und Zeit ist vielleicht das Kostbarste, was ein Mensch verschenken kann.
Wir gehen mit der Gewissheit auseinander, dass wir gemeinsam an etwas Großem mitwirken: an einer Pfarrgemeinde, in der Gottes Liebe sichtbar und spürbar werden darf.
Gemeinde, Marienchor, Chor Vivace und viele Gäste feierten eine festliche Kirtagsmesse, geleitet von Pfarrer, Kaplan und Diakon, mit den Ministranten beider Kirchen.
Mit viel Freude, die Lieder der Messe in den Ohren und Herzen, begann dann der Kirtag draußen vor der Kirche, schwungvoll eingeleitet von der Blasmusik Perchtolsddorf.
Sonnenschein, Essensdüfte, kühle Getränke und das gesellige Beisammensein an den Tischen wurde auch durch einen kurzen Regenschauer nicht getrübt.
Wie jedes Jahr wurden die Gäste mit köstlichen Mehlspeisen und herrlich duftendem Kaffee im
„Kaffeehaus“ Garten verwöhnt, wo die Kinder wieder in der Hüpfburg nach herzenslust springen konnten und auch mit ihren buntbemalten Gesichtern vor Freude strahlten.
Der Weltladen Perchtoldsdorf ermöglichte es etlichen Damen eine bunte Sommermoden Kollektion zu präsentierten.
Viele Tanzbegeisterte ließen sich von „Auftanzt“ zu Polka und Walzer auf dem Tanzboden aufspielen.
Ein besonderer Moment war die Überreichung eines Betrags von 800.-€ als Spende des Lions Clubs Perchtoldsdorf für caritative Projekte.
Wir sind dankbar, dass wir unseren Marienkirtag wieder feiern durften, der aber ohne die vielen, vielen liebe Helfer nicht möglich gewesen wäre – allen ein großes „Vergelt’s Gott“!
In den Tagen vor Christi Himmelfahrt machten wir uns traditionell auf den Weg, um Gottes Segen für die kommende Zeit zu erbitten. Unsere Bitten galten in diesem Jahr nicht nur dem Wachstum auf den Feldern und dem ersehnten Regen zur rechten Zeit. Wir beteten auch um inneres Wachstum in unseren Herzen und um den Geist Gottes, der die trockenen Stellen in unserem Leben wieder mit neuem Leben erfüllt.
Unsere drei Bittprozessionen zeigten sich wettertechnisch von allen Seiten:
Ein herzliches Danke an alle, die mitgegangen sind, mitgebetet haben und diese Tage zu einer lebendigen Gemeinschaft gemacht haben! Unser Dank gilt auch unseren Weinhauern, die alles vorbereitet und für die Messen hergerichtet haben.
Tag 1 – Gemeinsam durch den Wienerwald
Die 58. Fußwallfahrt von Perchtoldsdorf nach Mariazell war geprägt von Gemeinschaft, Naturerlebnis, Anstrengung und innerer Einkehr. 114 Pilgerinnen und Pilger machten sich heuer auf den Weg, darunter 30 »Neue«, die zum ersten Mal das Abenteuer Wallfahrt wagten. Gemeinsam galt es 125 Kilometer und mehr als 3000 Höhenmeter zu bewältigen.
Schon auf der ersten Etappe zeigte sich der Weg von seiner schönsten Seite: Bei traumhaftem Frühlingswetter ging es durch den aufblühenden Wienerwald. Zwischen frischem Grün, Vogelgezwitscher und Sonnenschein zog unsere Pilgergruppe über Heiligenkreuz und Mayerling bis nach Maria Raisenmarkt. Die Schönheit der Natur und das gemeinsame Unterwegssein ließen die Mühen des Weges kaum spüren.
Nach der Andacht in Maria Raisenmarkt machten sich dann einzelne Gruppen weiter auf zu ihren Quartieren im Raum Furth und Weißenbach. Müde Beine, aber erfüllte Herzen bildeten den Ausklang dieses ersten Tages. Die Vorfreude auf die kommenden Etappen und das Bewusstsein, Teil einer langen Tradition zu sein, die Menschen seit 58 Jahren miteinander verbindet, wurde vielen so richtig bewusst.
Tag 2 – Durch die Klamm und in lichte Höhn
Die zweite Etappe der Fußwallfahrt begann besonders früh. Ein langer Marsch und etliche Höhenmeter waren am Programm. Noch in den frühen Morgenstunden machten sich die Pilger auf den Weg zur Steinwandklamm. Davor wurde eine Andacht gehalten, ehe einer der eindrucksvollsten Abschnitte der Wallfahrt begann: die Durchwanderung der wildromantischen Klamm mit ihren schmalen Holzstegen, steilen Leitern und dem finsteren Türkenloch. Das Plätschern des Wassers, die kühle Luft zwischen den Felsen und die ersten Sonnenstrahlen verliehen diesem Morgen eine besondere Stimmung.
Immer wieder öffnete sich der Blick auf den Schneeberg, der majestätisch in der Landschaft stand. Beim Karnerwirt wurde gemeinsam mit Pfarrer Reiter die Messe gefeiert – ein Moment der Ruhe und Stärkung mitten auf dem langen Weg.
Danach wartete mit dem Unterberg die wohl größte Herausforderung des Tages. Schritt für Schritt kämpften sich die Wallfahrer über Wanderweg und Schipiste mit manch tiefen Atemzug bergauf. Nach der Mittagspause am Unterberg-Schutzhaus ging’s bergab ins Gries und schließlich nach Rohr im Gebirge.
Im Gemeindestadl erwartete die Pilger dann der Kirtag mit Musik von den Wienerfeldern, Kuchen und Kaffee und von Frau Bürgermeister Kö gespendetem Freibier. Beim geselligem Beisammensein durfte natürlich auch das traditionelle Raunzen der zwei alten Wallfahrer nicht fehlen. Sie erklärten mit Nachdruck, dass früher ohnehin alles besser war und sorgten damit für viele Lacher und ausgelassene Stimmung.
Den würdigen Abschluss dieses langen Tages bildeten die gemeinsamen Lieder „Kein schöner Land“ und „Wahre Freundschaft“. Müde, aber erfüllt klangen die Stimmen durch den Stadl – ein Moment echter Gemeinschaft, wie ihn wohl nur eine Wallfahrt schenken kann.
Tag 3 – Nach dem »Hatscher« der Jubelempfang am Gescheid
Der dritte Tag der 58. Fußwallfahrt begann mit einer gemeinsamen Messe mit Bischofsvikar, Pfarrer Richard Kager. Noch einmal wurde Kraft gesammelt für eine lange und anspruchsvollen Tag, der viele besondere Momente bereithielt.
Mit einem stillen Impuls machten sich die Pilger auf den Weg Richtung Kalte Kuchl. Inmitten der wunderbaren Landschaft wurde bewusst geschwiegen, jeder ging ein Stück des Weges mit seinen eigenen Gedanken, Sorgen und Hoffnungen. Umso größer war die Freude bei der Ankunft, wo bereits der traditionelle Milchrahmstrudel und Würstel auf die Wallfahrer wartete – eine kleine Belohnung, die nach den ersten Kilometern besonders gut schmeckte.
Danach führte die Etappe weiter über den sogenannten Wurstweg nach St. Aegyd am Neuwalde. Dort wurde Mittagspause gehalten, viele genossen die Sonne und bevölkerten die Wiese hinter der Kirche um auszuruhen, ehe sie sich in der Kirche zu einer Andacht versammelten. Die kühle Ruhe des Gotteshauses stand im schönen Gegensatz zur Anstrengung des Tages.
Anschließend war die Rosenkranzwanderung der Startschuss für den nächsten langen Abschnitt in die Unrecht Traisen. Sonnenschein, klare Luft und herrliche Ausblicke begleiteten die Gruppe, doch noch wartete die letzte große Herausforderung des Tages – das Gscheid. Mit viel gegenseitiger Motivation und Durchhaltewillen erreichten die Wallfahrer schließlich die Anhöhe, wo sie mit Jubelrufen und Schnapserln herzlich empfangen wurden.
Danach ging es weiter zu den Quartieren in der näheren Umgebung. Ein langer, kräfteraubender, aber wunderschöner Tag fand sein Ende. Und zwischen Dankbarkeit und Müdigkeit mischte sich bei vielen bereits ein wenig Wehmut, denn allen wurde bewusst, dass diese besondere Wallfahrt schon fast wieder vorbei war.
Tag 4 – Schritt für Schritt nach Mariazell
Die letzte Etappe führte Schritt für Schritt durch die stille Schönheit der Walster zum Hubertussee, dessen ruhiges Wasser wie ein Spiegel für die Gedanken der Pilger wirkte. Es war deutlich spürbar, wie sehr diese Tage verbinden und tragen.
Ein besonderer Moment war wieder die Andacht in der Bruder-Klaus-Kapelle. Die Verteilung der Stofftaschen mit dem aufgedruckten Labyrinth erinnerte symbolisch an den Weg des Lebens, manchmal verschlungen, manchmal mühsam, aber immer mit einer Mitte, die Orientierung schenkt.
Schließlich kam der bewegende gemeinsame Einzug nach Mariazell. Marienlieder erfüllten die Straße und die beeindruckende Schlange von 114 Pilgerinnen und Pilgern zog voller Stolz ihrem Ziel entgegen.
Vor der Basilika bildete sich ein großer Kreis – ein starkes Zeichen der Zusammengehörigkeit. In der feierlichen Messe wurde Dank ausgesprochen für die unfallfreie Wallfahrt, für Begegnungen, Freundschaften und die Kraft, die jeder Einzelne erfahren durfte. Die Ehrungen erinnerten dann daran, wie viel Treue und Herzblut in der Tradition der Perchtoldsdorfer Fußwallfahrt steckt.
Ein emotionaler Höhepunkte war die abschließende Andacht vor dem Gnadenaltar. Das feierliche Marienrufen des Wienerfelder Chors erfüllte die Basilika mit einer tiefen, berührenden Atmosphäre. In diesen Momenten war spürbar, warum Menschen Jahr für Jahr diesen Weg auf sich nehmen.
Nach der Heimfahrt im Bus folgte der Einzug und die Schlussandacht in der Pfarrkirche und so schloss sich der Kreis dieser Wallfahrt. Beim gemütlichen Ausklang beim Heurigen wurde noch einmal gemeinsam gelacht, erzählt und zurückgeblickt auf Tage voller Glauben, Gemeinschaft und unvergesslicher Augenblicke.
Die 58. Fußwallfahrt nach Mariazell war mehr als nur ein gemeinsamer Weg – sie wurde zu einer Reise des Herzens, getragen von Gemeinschaft, Glauben und Dankbarkeit.
Wir bedanken uns bei allen Teilehmern für die schönen, lustigen und angenehmen Tage. Danke auch an alle Helfer im Hintergrund, die Fahrer und Gepäckschlepper und den Fotografen für die wunderbare Dokumentation dieser Wallfahrt.
Danke auch an die Frau Bürgermeister für das Freibier beim Kirtag und den Wienerfeldern für die grandiose Musikbegleitung in den 4 Tagen.
Wir freuen uns schon auf die 59. Fußwallfahrt von 29.4.-2.5.2027
Alle Infos unter: www.wallfahrt-perchtoldsdorf.at
Bis dahin behüte und beschütze Euch der liebe Gott!
Euer Wallfahrts-Organisationsteam
Fotos Copyright:
Thomas Huber, Raimund Nics, Franz Waller, Monika Posch, Manuela Dona, Josef Schmitt
Sehr herzlich laden wir auch heuer zum Marienkirtag ein!
Nach dem Festgottesdienst um 10 Uhr werden wir ab 11 Uhr von unserer Haurerkapelle und ab 15 Uhr mit Tanzmusik begleitet.
Details zu den vielen weiteren Programmpunkten finden sich auf dem beiliegenden Plakat:
https://www.pfarre-perchtoldsdorf.at/wp-content/uploads/2026/05/Plakat_Marienkirtag_2026.jpg
Und eines ist auch heuer wieder sicher: Hungrig und durstig geht keiner heim!
Constantin wuchs in einer liebevollen Familie mit fünf Geschwistern auf.
Bereits als Jugendlicher reifte in ihm der Wunsch Priester zu werden.
Er studierte in Heiligenkreuz und Rom Theologie und trat währenddessen in das Priesterseminar der Erzdiözese Wien ein. 2024 kam er als Pastoralpraktikant nach Perchtoldsdorf.
Nach seiner Diakonenweihe wird er für ein weiteres Jahr seinen Dienst in Perchtoldsdorf versehen.
Es war ein Fest der Freude, begleitet von vielen Mitfeiernden, musikalisch getragen von einer Band rund um Clarissa, dem Chor der KHG und Markus Göller an der Orgel, als Constantin, als einziger Kandidat in Perchtoldsdorf zum Diakon geweiht wurde.
„Hier bin ich – ich bin bereit!” Mit diesen Worten bekräftigte und bestätigte Constantin seine Bereitschaft die Botschaft Christi als Diakon im Dienst an den Menschen zu der verkünden.
Weihbischof Stephan Turnovszky weihte Constantin zum Diakon und erinnerte daran, dass der Dienst des Diakons der Dienst am Tisch, den Menschen und der Verkündigung Christi ist, aber auch ein caritativer, sozialer Dienst ist.
Constantin empfing das Evangelium aus der Hand des Weihbischofs mit den Worten,
„Was du liest, ergreife im Glauben – was du glaubst, das verkünde – was du verkündest, erfülle im Leben”.
Nach der Weihe zum Diakon dankte Constantin allen, die ihn auf seinem Lebensweg begleitet und bestärkt haben und allen, die diese würdevolle Feier vorbereitet und ermöglicht haben.
Pressefotos der Erzdiözese Wien: Diakonenweihe Constantin Mucha
Die Kartage und Ostern in der Marienkirche
Der Gründonnerstag in der Marienkirche begann mit einem festlichen Einzug. Wie schon in den vergangenen Jahren wurden wir eingeladen, uns die Füße oder Hände waschen zu lassen. Viele sind dieser Einladung gefolgt und die begleitende Stille hat zum Nachdenken angeregt. Der große Kreis im ganzen Kirchenraum, den wir für das Vater Unser und die Kommunionfeier gebildet haben, brachte spürbar unsere große Gemeinschaft in Christus zum Ausdruck. Auch die á capella gesungenen Taizélieder waren für viele ein stimmungsvoller Beitrag dieses Abends.
Die Feier endete in Dunkelheit und Stille; eine Meditation stimmte uns auf das Geschehen am Ölberg ein und stellte die Verbindung zum Karfreitag her.
Im Zentrum der Karfreitagsliturgie stand wieder die Leidensgeschichte nach Johannes in Abschnitten vorgetragen. Die Anliegen und Bitten für die ganze Welt in den gemeinsam gelesenen 7 großen Fürbitten wurden sichtbar durch das Aufstellen einer Kerze auf den leeren Altar. Danach brachten alle mit dem Bringen einer Blume Ihre Verehrung für das Kreuz zum Ausdruck. Die Intensivierung des Lichtes im Altarraum trug zu einer besonderen Stimmung bei. Musikalisch begleitete der Marienchor unter der Leitung von Dagmar Dokalik die Liturgie.
Die Osternacht in der Marienkirche begann traditionell um 5 Uhr früh im Marienhofgarten mit einem großen Osterfeuer und der darauffolgenden Prozession in die dunkle Kirche. Das Licht der Osterkerze wurde an die feiernde Gemeinde verteilt und beim Beginn des Exsultet, gesungen von Kirsi Korosec, erstrahlte die Kirche in einem Lichtermeer. Der Wortgottesdienst wurde heuer nur instrumental begleitet. Erst mit dem Gloria stimmten Orgel und Gemeinde mit ein und haben so mit der immer heller werdenden Kirche auf die Auferstehung Jesu hingewiesen. Der besondere Höhepunkt der diesjährigen Feier war jedoch die Firmung von Agnes, Christopher und Immanuel. Für Immanuel war es zugleich auch seine Erstkommunion. Abgerundet wurde der Ostermorgen mit einem Osterfrühstück im Marienhof, wobei viele Gemeindemitglieder ihre gesegneten Speisen mit anderen teilten. Seit dem Ostermorgen hängt in der Marienkirche auch wieder das große Bild des Auferstehungskreuzes vom Hochberg mit der aufgehenden Sonne im Kreuzmittelpunkt. Es wird uns während der Osterzeit begleiten.
Fotos von Christian Schrammel, Christian und Franziska Wanzenböck, Josef Eckart, Eugen Libowitzky, Martin Jürgensen
Die Kartage und Ostern in der Pfarrkirche
In diesem Jahr führte uns Pfarrer Richard Kager durch die drei heiligen Tage, Gründonnerstag, Karfreitag und Ostersonntag.
Am späten Nachmittag des Gründonnerstages kamen Kinder ins Pfarrheim. Dort konnten sie selbst an einer Handwaschung teilnehmen und teilten dann wie Jesus mit seinen Jüngern an einem großen „Tisch“ Brot und Saft.
Bei der abendlichen Gründonnerstagsmesse durften zum Gloria noch einmal Orgel und Schellen laut erschallen, bevor sie bis zum Ostersonntag zu schweigen hatten. Wir gedachten der „Erstkommunion“ der Apostel beim letzten Abendmahl und der Fußwaschung, bei der sich Jesus‘ Liebe im Dienen am Nächsten zeigte. Auch die Mitfeiernden konnten an einer Fuß- oder Handwaschung teilnehmen. Nach der Eucharistiefeier mit Brot und Wein (der letzten bis zur Auferstehungsfeier) hörten die Gläubigen noch die Geschichte der Nacht am Ölberg und dem Verrat an Jesus. Danach wurde der Altar abgedeckt, die Kreuze blieben verhüllt und das Allerheiligste wurde in die Krypta getragen, wo man die ganze Nacht über Gelegenheit zur Anbetung hatte.
Auch am Karfreitag kamen am Nachmittag Kinder ins Pfarrheim. Während sie die Geschichte der Kreuzigung Jesu hörten, gingen sie entlang eines Kreuzwegs im Pfarrgarten. Danach verehrten sie ein großes Kreuz, indem sie es mit gelb leuchtenden Forsthien schmückten.
In der Kirche blieb an diesem Abend der Altar leer und so konnte der Fokus auf die Leidensgeschichte Jesu gelenkt werden. In verteilten Rollen wurde die Passion nach Johannes gelesen, wobei auch die Kirchengemeinde die Rolle des Volkes übernahm und einige Ministranten in diverse Rollen schlüpften. Das Kreuz wurde enthüllt und verehrt, indem die Gläubigen mitgebrachte Blumen zum Kreuz brachten. Währenddessen sang der Kirchenchor das berühmte „Miserere“ von G. Allegri. Die Prozession des Priesters und der Ministranten führte zum Schluss zum Heiligen Grab Jesu (Seitenaltar), das mit brennenden Kerzen geschmückt wurde. Die Feier endete in mystischer Stille.
Musikalisch wurden beide Feiern wieder vom Kirchenchor St. Augustin feierlich gestaltet.
Die Auferstehungsfeiern in der Osternacht bildeten den Abschluss und Höhepunkt der „Hl. Drei Tage“. Nach dem Entzünden eines Osterfeuers vor der Pfarrkirche zogen ca. 130 Kinder und deren Familien um 16 Uhr in die Pfarrkirche ein. „Halleluja, Jesus ist auferstanden!“ hallte es bald fröhlich durch die Pfarrkirche. Der vermeintliche Tod und das Leben nach dem Tod wurden mit dem Frühling und der blühenden Natur verglichen. Die Kinder schmückten daher ein Kreuz aus Papier mit verschiedensten bunten Blumen, was Groß und Klein sichtlich Freude bereitete.
Um 20 Uhr begann die Osternacht mit dem großen Osterfeuer und dem feierlichen Exsultet vor der Pfarrkirche. Nach dem Einzug in die Kirche lag die Kirche noch völlig im Dunklen, nur die Kerzen der Besucher symbolisierten ein zaghaftes Hoffen auf das Ende der Dunkelheit. Zum Osterevangelium nach Johannes erstrahlte dann die Kirche wieder in vollem Licht und die Orgel erklang königlich. Die Dunkelheit des Todes war besiegt, die Auferstehung Jesu wurde freudig und strahlend gefeiert. Für die stimmungsvolle musikalische Umrahmung sorgte eine Schola unter der Leitung von Dagmar Dokalik. Zum Schluss zog eine große Auferstehungsprozession mit brennenden Kerzen gemeinsam mit dem Allerheiligsten über den Marktplatz, feierlich begleitet von der Blasmusikkapelle und der Feuerwehr. Beim Abschluss vor der Kirche gab unser Kaplan noch einen traditionellen Osterwitz (dieses Mal sogar gleich 2 Stück) zum Besten und sorgte für heitere Mienen auf dem Heimweg.
„Dies ist der Tag, den Gott gemacht, der Freud in alle Welt gebracht“ – mit diesem Lied begannen die Gläubigen das Hochamt am Ostersonntag. Und es war in der Tat eine freudige Messe: nicht nur schien draußen die Sonne, sondern auch in unseren Herzen war die Osterfreude hell und leuchtend zu spüren. Dazu trug auch die fröhlich beschwingte Piccolominimesse von W.A. Mozart (Kirchenchor St. Augustin, Leitung: A. Jenner) bei. Nach der stimmungsvollen Messe wurde noch im nahen Metzgergarten zum Osterempfang geladen. Dort wurde fröhlich geplaudert und das eine oder andere Glaserl Wein getrunken. Dank gilt unserem Pfarrer Richard Kager und allen fleißigen Helfern, die bei den Feierlichkeiten in diesen Tagen mit so viel Einsatz mitgeholfen haben, dass uns diese „Drei Heiligen Tage“ so beseelen konnten!
Palmsonntag in der Marienkirche:
Die Palmweihe musste wetterbedingt im Eingangsportal der Marienkirche stattfinden. Dabei durfte Weihrauch nicht fehlen! Die Ministrantenschar zog mit bunt geschmückten Palmzweigen zur Feier in die Kirche, begleitet von Martin Hobigers Orgelklängen nach „Jesus Christ Superstar“. Während der Lesung der Passion nach Matthäus in verteilten Rollen gestalteten die Kinder im Wortgottesdienst ein Plakat mit einem Palmblatt aus grünen Handabdrücken. Die Kinder bewundern jedes Jahr die mit handgefertigten Puppen gestaltete Szene des Einzugs Jesu in Jerusalem.
Fotos: Martin Jürgensen
Palmsonntag in der Pfarrkirche:
Trotz des kalten und regnerischen Wetters kamen viele Perchtoldsdorfer, um sich die Palmweihe bei der Pestsäule und die anschließende Palmprozession am Marktplatz nicht entgehen zu lassen. Mit den frisch gesegneten und bunt verzierten Palmbuschen/ -zweigen zogen alle begleitet von den Klängen der Trachtenkapelle Perchtoldsdorf in die Kirche ein. Die Ministranten lasen gemeinsam mit Kaplan und Lektoren die Leidensgeschichte Jesu. Parallel dazu feierten viele Kinder mit ihren Eltern einen schönen Wortgottesdienst im Pfarrheim und waren rechtzeitig zum „Vater unser“ in der großen Pfarrkirche.
Fotos: M. Simon, M. Posch, J. Martinek
Am Freitag, 20. März 2026 feierte unser Erzbischof Josef Grünwidl seine „Bischofsprimiz“ in der Pfarrkirche Perchtoldsdorf.
Die Erzdiözese hat diese eindrucksvolle Messe und den Empfang in der Burg mit der Kamera begleitet.
Pressefotos der Erzdiözese Wien
In diesem Jahr wurde der Weltgebetstag (WGT) von Nigeria gestaltet und war Anlass für eine ökumenische Feier in der Marienkirche. Frauen aus der evangelischen und katholischen Pfarren dekorierten den Altar mit afrikanischen Tüchern und Gewändern. Zwei Körbe davor waren gefüllt mit exotischen Früchten. Das diesjährige Thema „Kommt – Lasst euch stärken!“ stellte die Last der nigerianischen Frauen in ihrem Leben in den Vordergrund: Im Alltag müssen Lasten wie Brennholz oder Wasser getragen werden, auch die politischen und sozialen Umstände belasten die Familien schwer. Doch ihr Glaube hilft ihnen, diese Belastungen zu ertragen bzw. Hoffnung zu finden. Wir hörten drei ergreifende Frauenschicksale und beteten für die Frauen in dem bevölkerungsreichsten Land Afrikas. Sogar ein Lied wurde auf nigerianisch gesungen, das klappte sehr gut!
Danach wurde im Marienhof noch eifrig geplaudert und so manche nigerianische Köstlichkeit gekostet.
Insgesamt konnte eine Summe von EUR 500,– gesammelt werden, die in ein Spendenprojekt fließen, bei dem nigerianische Mädchen und Frauen bei der Produktion von Lebensmitteln unterstützt werden. Wir danken allen, die gespendet haben und die mit ihrer Mithilfe diesen Abend zu einer schönen, informativen und berührenden Kurzreise nach Nigeria gestaltet haben!
Ein Projekt der Ökumene Perchtoldsdorf

(Bilder: U.Reisinger)