Bildergalerie
Ein Fastentuch für die Marienkirche
– und ganz viele machen mit
Als im Herbst des vergangenen Jahres plötzlich die Idee im Liturgiekreis entstand, „Wir könnten doch ein Fastentuch mit der Gemeinde gestalten“, war der Startpunkt gelegt. Aus einer wagen Ideen entwickelte sich recht schnell ein Konzept, wie eine Durchführung gelingen könnte: möglichst viele Personen sollten sich beteiligen können und das Motto alle ansprechen. Wir einigten uns auf „Was mich berührt“, im Sinne von, was ist mir wichtig, was stärkt mich, was bewegt mein Leben. Im Advent war es dann so weit, denn aufgrund der kurzen Faschingszeit musste vor Weihnachten begonnen werden. Beim Jugendtreff am Sonntagabend entstanden die ersten 9 Bilder, jedes ca. 40x50cm, mit Acrylfarben auf Baumwollstoff gemalt. Eine Woche später malten 19 PfarrkaffeebesucherInnen mit Begeisterung im Sonnenzimmer ihre persönlichen Bilder, dann folgten 8 Bilder von einigen Chor Kolleginnen vor und nach der Probe. Schließlich beteiligten sich im neuen Jahr 7 Jungscharkinder, 8 Bilder entstanden in der MinistrantInnenstunde, einige Gemeindemitglieder brachten mir ihre Bilder persönlich, einige malten bei mir zu Hause. In Summe entstanden 66 Bilder, jedes ist den GestalterInnen zuordenbar und hat einen Namen von diesen erhalten.
Nach getaner kreativer Arbeit der Gemeinde übernahm ich die Zusammensetzung der einzelnen Teile zu einem Ganzen. Ich gebe zu, das Ausmaß dessen, das dann auf mich gewartet hat, hatte ich vor allem zeitlich ziemlich unterschätzt, auch die Bewältigbarkeit der Größe, ca. 4x6m, hatte mir einiges Kopfzerbrechen gemacht. Unser Wohnzimmer wurde zu einer Nähwerkstatt, ich brachte jedes Bild auf ein gleich großes Format, umrundete jedes mit einem Schrägband, nähte kurze lila Streifen zwischen die 6 Bilder in einer Reihe, dann lange lila Steifen zwischen die 11 Reihen. Den Abschluss bildet nächste Woche der noch ausstehende lila Rahmen rund um die 66 Bilder. Mit Eugens Hilfe wird das gemeinsam gestaltete Fastentuch der Marienkirchengemeinde montiert werden und ab Aschermittwoch in der Marienkirche zu sehen sein. Wir laden Sie herzlich ein: nehmen Sie sich Zeit, um diese gemeinsame Arbeit zu meditieren und eigene Ideen dazu zu finden. Im Eingangsbereich können Sie zusätzlich in einer Mappe blättern, in der alle Bilder abgebildet sein werden mit der Zusatzinformation, wer das Bild gemalt hat und wie die Person dieses genannt und damit eine sehr persönliche Antwort auf den Leitgedanken, „Was mich berührt“, gegeben hat.
Susanne Walka, am 2. Februar 2026
(Fotos: Susanne Walka, Lena Barth)


